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Sei ein Egoist – behalte deine Passwörter für dich!

Sie sind der Schlüssel zu deiner Privatsphäre ...

Sensible Daten gehören nicht in die Öffentlichkeit. Sie könnten enormen Schaden anrichten oder missbraucht werden, um dir zu schaden. Erspar dir solche schlaflosen Nächte und halte deine Passwörter geheim – und vor allem – benutze sichere Passwörter! Wie das geht, erfährst du hier.

Die Presse berichtete kürzlich über 18 Millionen geknackte E-Mail-Konten, die zum Teil bereits missbraucht worden waren. Passwörter empfinden die User oft als lästig, deshalb machen sie aus lauter Bequemlichkeit meist gleich zwei Kardinalsfehler, die in unserer vernetzten Welt grosses Missbrauchspotenzial (!) haben:

  • Man wählt ein möglichst einfaches Kennwort wie thomas69
  • Man benutzt dasselbe Kennwort für sämtliche Onlinedienste wie E-Mail, iTunes, ebay, Ricardo, etc.

Tipps zum sicheren Umgang mit Passwörtern
Ist das Kennwort erst einmal geknackt (in unserem Bespiel das von «thomas69»), was im Bruchteil einer Sekunde geschieht, stehen dem Angreifer Tür und Tor für Missbrauch offen.

Der Angreifer kann sich so eine Weiterleitung auf deinem Mailkonto einrichten und damit beginnen, deine Kennwörter von diversen Onlinediensten zurückzustellen. Du merkst davon gar nichts. Wenn du dann bei Webshops auch noch deine Kreditkarte hinterlegt hast, kann der Betrüger auf Einkaufstour gehen. Das wird dich wohl teuer zu stehen kommen und auch viel Zeit in Anspruch nehmen, um alles wieder zu bereinigen.

Gute Kennwörter sind also der beste Schutz vor Missbrauch und erst noch gratis! Schliesslich würdest du dein Haus oder deine Wohnung auch nicht mit einem Tagebuchschlüssel abschliessen ...

Wie sollen gute Kennwörter, die ich mir auch merken kann, zusammengestellt sein?

  • Ein Kennwort muss möglichst komplex sein: Es soll Gross- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen beinhalten!  (Sonderzeichen wie ä, ö, ü und ß sollten jedoch vermieden werden, damit bei der Eingabe des Passwortes mit einer ausländischen Tastatur, die meist nicht denselben Aufbau hat, keine Probleme resultieren und du dein Passwort also auch in den Ferien eintippen kannst.)
  • Ein Kennwort sollte mindestens 8 Zeichen lang sein. Mehr wäre noch besser!
  • Es sollte für jeden Dienst ein anderes Kennwort verwendet werden!
  • Die Kennwörter sollten regelmässig geändert werden!

Natürlich kann man sich nicht für x verschiedene Dienste unterschiedlichste, komplexe und lange Kennwörter merken. Das muss man auch nicht – mach es so:

  • Merke dir einen Satz. Zum Beispiel: Als Kind wohnte ich an der Lindenstrasse 35! Reihe nun jeweils den ersten Buchstaben der einzelnen Worte, die Zahlen und das Sonderzeichen aneinander: AKwiadL35! Im Nu hast du dir dieses komplexe 10-Zeichen-Kennwort kreiert und brauchst dir nur diesen Satz zu merken.
  • Ergänze nun das Kennwort zusätzlich mit dem jeweiligen Dienst. Nimm zum Beispiel die ersten zwei Buchstaben des Dienstes. Dein Kennwort könnte dann so aussehen:

Google: AKwiadL35!Go
Exlibris: AKwiadL35!Ex
Ricardo: AKwiadL35!Ri
Swisscom: AKwiadL35!Sw
iTunes: AKwiadL35!iT
Bluewin: AKwiadL35!Bl
Mit diesem Passwort-System erfüllst du alle sicherheitsspezifischen Anforderungen, kannst dir die verschiedenen Passwörter wirklich merken und ersparst dir hoffentlich viel Ärger und Kosten!

Teste hier deine aktuellen Kennwörter auf ihre Sicherheit:
https://review.datenschutz.ch/passwortcheck/check.php